re:box PROTOTYPING-MATERIAL-LEASING

re:box PROTOTYPING-MATERIAL-LEASING

 

 
Update: Wir haben’s einfach gemacht!
Ab sofort könnt ihr die re:box unter www.re-box.org bestellen!

 

Design Thinking ist in aller Munde. Während sich die Einen noch fragen, ob diese Innovationsmethode eine neue Notwendigkeit oder einfach nur ein Hype ist, probieren es viele Unternehmen einfach aus. Gerade für die Phase des Rapid-Prototypings wird dabei jede Menge Material benötigt, Material, das nach den Workshops nicht selten im Mülleimer oder Keller verschwindet. Ein Zustand, der Optimierungspotential hat, dachten wir uns und haben einen ersten Prototypen für ein Prototyping-Material-Leasing ins Rennen geschickt. Ein Selbstversuch.

Am Anfang steht dabei oft ein 1-2 tägiger Workshop, in dem der komplette Design Thinking Prozess an Hand einer einfachen Challenge (zum Beispiel der Wallet) durchlaufen wird. Am Ende dieses Prozesses steht das Bauen von Prototypen und natürlich auch das Testen sowie Iterieren dieser Prototypen.

Für das Prototyping werden jede Menge Bastelutensilien benötigt, die große Firmen für einen eintägigen Workshop meist gesammelt aus einer Hand beziehen möchten. Verschiedene Firmen haben dafür bereits passende Lösungen in Form von fertigen Materialboxen, die online bestellt werden können, parat.

Für kleinere Workshops bringen Coaches auch häufig Material im Koffer mit. Jedoch gestaltet sich dies, durch die Tatsache der Handgepäckkontrolle an Flughäfen, dann doch häufig etwas zeitintensiver und umständlicher. Durchbekommen haben wir zum Schluss aber dennoch jeden Koffer und die Teilnehmer konnten bei ihren Prototypen aus dem vollen Schöpfen.

Am Ende der Workshops haben wir jedoch leider immer öfter feststellen müssen, dass das meiste von dem restlichen Material in irgendeiner Kiste im Keller der Unternehmen landet und recht viel Müll hinterlässt – zu schade, dachten wir. Da  kam uns der Gedanke, ob man das Material nicht einfach „ausleihen“ könnte. Denn bei Wallet-Challenges wird selbst bei 50 Personen pro Box oft nicht einmal die Hälfte des Materials benötigt. Die Idee hinter dem Materialleasing war dabei zum einen die Umwelt zu schonen und zum anderen auch der Gedanke der Co-Kreation. Unsere Arbeit beschäftigt sich häufig damit, Ideen zu teilen und auf bestehenden Ideen aufzubauen. Mit den bereits benutzten Materialien sind zuvor schon andere Ideen zum Leben erweckt worden. Der kreative Funke wird über das Material weitergegeben und die Ideen von anderen, dienen somit auch als zusätzliche Inspiration für spätere Nutzer des Materials.

 

Selbstversuch

Anschließend haben wir uns an den Selbstversuch gewagt und gelebt, was wir quasi in unseren Workshops so oft predigen. Wir haben einfach los gelegt und selbst einen ersten Prototypen an den Start geschickt.
Unser nächster Workshop sollte im Rahmen einer großen Mitarbeiterveranstaltung für 500 Teilnehmer stattfinden. Für uns die optimale Möglichkeit unser Materialleasing auszuprobieren.

Eckdaten


  • Bonn
  • 
1/2 Tag Workshop
  • 
10 Coaches
  • 
2 Speaker
  • 
500 Teilnehmer
  • 
10 Materialleasingboxen

 


Das sind unsere Leasingboxen….


…bevor sie auf den Weg nach Bonn geschickt worden.


Vor Ort angekommen, haben die Kisten schon vorbildlich auf uns gewartet. Jeder Coach bekam eine Kiste, um seinen Materialtisch einzurichten. Und ja, auch sie waren skeptisch, ob das Material wirklich für 50 Leute je Box reicht.


Bei so vielen Leuten konnte natürlich ordentlich gebastelt werden und einige Prototypen konnten sich wirklich sehen lassen.


Hier sehen wir nun was anschließend an Material übrig war.
Jeder Coach hat seine Kiste schnell wieder zusammengepackt. Sie wurden in die Transportkisten verpackt, Abholaufkleber drauf und fertig. Schon 2 Tage später konnten wir unsere Boxen wieder in unserem Büro begrüßen.

 

Zusammenfassung unseres Selbstversuchs

  • Positiv für uns…
  •  Man kann selbst entscheiden, was man an Material mitnehmen möchte.
  •  weniger direkte Kosten
  •  eigenes Branding

 
Vorteile auch für zukünftige Nutzer des Materialleasings…

  • Weiterhin kommt alles unkompliziert aus einer Hand.
  • Es wird nicht so viel Müll produziert und somit die Umwelt etwas mehr geschont.
  • Das weiterverwendete, teilweise schon benutzte Material, kann als zusätzliche Inspiration für die Teilnehmer dienen.
  • für Coaches ggf. kein lästiges Reisegepäck und Zeitersparnis (Sicherheitskontrolle)

 
Contra für uns

  • mehr Zeitaufwand vorab (indirekte zusätzliche Kosten)
  • mehr benötigte Staufläche im Büro

 

Fazit

Unser Mindset und unsere Werte wie: Ideen zu teilen und darauf aufzubauen, kritisch zu hinterfragen und stets den Nutzer in den Vordergrund zu stellen, wollen wir nicht nur predigen, sondern auch selbst leben. In diesem Fall waren wir selbst der Nutzer und haben festgestellt, dass unsere Bedürfnisse mit bestehenden Produkten nicht gestillt werden konnten. Angefangen mit einem Ideenfunken, der Liebe zur Umwelt und der Identifikation mit der Idee und unserem Prototypen, kann man abschließend sagen, dass unsere Bedürfnisse gestillt wurden und dass unser Materialleasing ein voller Erfolg war.
Falls Ihr mehr darüber wissen wollt oder Interesse am Materialleasing habt, meldet euch gern bei uns unter mail@openmjnd.com.